7.1. Nullbelege (RKSV, Österreich)

Die gesamte Rechtsvorschrift für Registrierkassensicherheitsverordnung findet man auf der Webseite des Bundeskanzleramtes. https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20009390&FassungVom=2017-04-01

6.1Nullbelege

 

  1. Nullbelege, die eine gültige Signatur enthalten müssen (also nicht mit “Sicherheitseinrichtung ausgefallen” markiert werden dürfen):
    • Startbeleg (wird automatisch bei der Aktivierung des DEP erstellt. Siehe Kapitel 2.10.4)
    • Jahresbeleg (wird automatisch für das Monat 12 erstellt)
    • Sammelbeleg, der das Ende des Ausfalls der Sicherheitseinrichtung markiert (wird automatisch erstellt sobald die Sicherheitseinrichtung wieder funktioniert)
  2. Nullbelege die auch mit “Sicherheitseinrichtung ausgefallen” markiert werden dürfen:
    • Monatsbeleg (wird automatisch nach jedem Monatsabschluss erstellt)
    • Schlussbeleg
    • Kontrollbelege, die über Aufforderung der Behörde erstellt werden müssen (Diese können im Kassenmodus mit dem Button „Kontrollbeleg“ erstellt werden)
    • Freiwillige Nullbelege: z.B. Tagesbelege etc.
    • „Zufällige Nullbelege” die z.B. aufgrund einer Gutschrift entstehen

7.2. TSE einrichten (Deutschland, KassenSichV)

Swissbit-TSE in QRK einrichten

Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Erstinbetriebnahme (Deutschland, KassenSichV).

Bevor Sie beginnen

  • Sie brauchen etwa 15 Minuten, den Swissbit-TSE-USB-Stick, dessen Lieferunterlagen und einen Zettel/Vordruck für die Zugangsdaten.
  • Prüfen Sie in den Lieferunterlagen das Ablaufdatum des TSE-Zertifikats. Das Zertifikat läuft ab Produktionsdatum und lässt sich nicht verlängern. Bei geringer Restlaufzeit: vor der Einrichtung mit Ihrem Händler einen Umtausch klären – ein eingerichteter Stick kann nicht mehr getauscht werden.
  • Bereiten Sie ein Zugangsdaten-Blatt vor mit vier Zeilen: Credential-Seed, Admin-PUK, Admin-PIN, TimeAdmin-PIN. Dieses Blatt gehört nach der Einrichtung zu Ihrer Kassen-Verfahrensdokumentation und wird sicher verwahrt.
  • Wichtig: Die PUK ist der einzige Weg, eine gesperrte PIN wieder freizuschalten. Geht die PUK verloren und die PIN sperrt sich, ist die TSE endgültig unbrauchbar.

Schritt 1: TSE-Stick anschließen

Stecken Sie den TSE-Stick in einen freien USB-Anschluss der Kasse – am besten auf der Rückseite, wo er dauerhaft stecken bleibt. Der Stick erscheint als Laufwerk (z. B. „E:“). Falls Windows anbietet, das Laufwerk zu formatieren: unbedingt ablehnen!

Schritt 2: TSE in QRK aktivieren

  • Öffnen Sie in QRK die Einstellungen und dort die TSE-Einstellungen.
  • Haken Sie „TSE / KassenSichV aktiv“ an.
  • Wählen Sie als Backend Swissbit und darunter das Laufwerk des TSE-Sticks.
  • Prüfen Sie, dass die Kassen-ID ausgefüllt ist (ist normalerweise bereits eingetragen).

Schritt 3: TSE einrichten (einmalig)

Klicken Sie auf „TSE einrichten“. Es öffnet sich ein Dialog mit vier Feldern:

  • Credential-Seed: „SwissbitSwissbit“ (Groß-/Kleinschreibung beachten!) – außer in Ihren Lieferunterlagen ist ausdrücklich ein anderer Seed angegeben, dann diesen.
  • Admin-PUK (6 Ziffern), Admin-PIN (5 Ziffern), TimeAdmin-PIN (5 Ziffern): Diese drei legen Sie selbst fest. Tragen Sie alle Werte sofort auf dem Zugangsdaten-Blatt ein.

Klicken Sie auf „Einrichten“. Der Vorgang kann bis zu einer halben Minute dauern (die TSE führt ihren Selbsttest durch); den Stick währenddessen nicht abziehen. Falls eine Fehlermeldung erscheint: nicht erneut klicken! Fragen Sie zuerst Ihren Händler, ob Ihr Stick einen abweichenden Credential-Seed hat. Nach drei Einrichtungsversuchen mit falschem Seed sperrt sich die TSE unwiderruflich.

Schritt 4: Funktion prüfen

  • Öffnen Sie den TSE-Status in den TSE-Einstellungen: Dort muss „Provisioniert: JA“ stehen.
  • Erstellen Sie über die Kontroll-Funktion einen Nullbeleg (0,00 €) – oder warten Sie den ersten echten Verkauf ab. Auf dem Bon muss der QR-Code mit den TSE-Daten aufgedruckt sein.

Ab jetzt arbeitet die Kasse ganz normal: jede Buchung wird automatisch von der TSE signiert – dafür ist nichts weiter zu tun.

Schritt 5: Erstinbetriebnahme abschließen (einmalig)

  • Machen Sie wie gewohnt den Tagesabschluss.
  • Erstellen Sie den DSFinV-K-Export (Export-Menü).
  • Einmalig zur Erstinbetriebnahme: den ersten Export an ckvsoft senden – wir prüfen ihn mit unserer Prüfsoftware, die jede einzelne Signatur Ihrer TSE kryptographisch verifiziert; danach brauchen Sie den Export nur noch, wenn die Finanzverwaltung ihn anfordert (Kassen-Nachschau / Betriebsprüfung).

Meldung an das Finanzamt

Elektronische Kassen mit TSE müssen dem Finanzamt gemeldet werden (Kassenmeldung nach §146a Abs. 4 AO, elektronisch über ELSTER – „Mitteilung über elektronische Aufzeichnungssysteme“). Dafür brauchen Sie u. a. die Seriennummer der TSE (im TSE-Status ablesbar). Am besten gemeinsam mit dem Steuerberater innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme.

Hinweis fiskaly Cloud-TSE: Alternativ zum Swissbit-Stick steht die fiskaly Cloud-TSE zur Verfügung – Backend „fiskaly“ wählen und die Zugangsdaten aus dem fiskaly-Portal eintragen; die Schritte (Aktivieren, Einrichten, Status, Nullbeleg) laufen analog.

Dieser Text beschreibt die Funktionsweise von QRK und stellt keine steuerliche Beratung dar.